• Bauherrin

Lieber NEUBAU en?

Aktualisiert: 8. Nov 2020



Uns war schon lange klar, dass wir irgendwann ein Eigenheim, ländlich gelegen, besitzen wollten. Wir sind auch dem Traum eines Resthofes, altem Gutshaus o.ä. erlegen, sodass sich unsere Suche zunächst auf solche Bestandsimmobilien beschränkte. Da wir aufgrund unserer Jobs jedoch nicht zu weit ins Land ziehen können, stießen wir bei potentiellen Treffern meistens auf horrende Preise. Der Zustand der Immobilien rechtfertigte dies nicht - meistens war es die Lage. Nachdem wir zwei Immobilien vor Ort begutachtet hatten, eines mit Denkmalschutz, wurde uns zudem klar, dass die Beschreibung meistens noch geschönt wird. Grundsätzlich reizte uns ein solches Projekt sehr, aber am Ende mussten wir uns eingestehen, dass die Kosten nach dem Kauf unser Budget um ein Vielfaches übersteigen würden.


Wir hielten zwar weiterhin Ausschau nach interessanten Angeboten, erweiterten unseren Blick nun aber auch Richtung Neubau. Zunächst hielt ich, die Bauherrin, einen Neubau für die schrecklichste Option - besonders vor einem Neubaugebiet graute mir. In Anbetracht der verfügbaren Immobilien sowie der Entwicklung von Kaufpreisen freundete ich mich jedoch zunehmend mit dem Gedanken an. Infolgedessen suchten wir nun nach möglichen Baugrundstücken, was sich jedoch ebenfalls als schwieriges Unterfangen gestalten sollte.

Zunächst kamen wir zu dem Schluss, dass in unserer Region entweder keine Baugrundstücke existieren, man für den m² ein Vermögen bezahlen muss oder nur über Beziehungen an ein Grundstück kommt. Während wir weiterhin parallel nach Bestandsimmobilien Ausschau hielten, kristallisierte sich heraus, dass wir lieber neu bauen würden. Wären wir vermögende Leute oder beide Handwerker mit einem Freundeskreis bestehend aus Handwerkern, wäre es bestimmt eine sanierungsbedürftige Immobilie geworden, auch mit Denkmalschutz. Sind wir aber nicht. Und es ist in Ordnung.


Letzten Endes telefonierten wir die umliegenden Gemeinden ab, um uns über in der Zukunft liegende geplante Neubaugebiete o.ä. zu informieren. So erhielten wir den Kontakt einer Privatperson, die Baugrundstücke, ländlich gelegen, aber nicht zu weit weg, verkaufen wollte. Wir kontaktierten diese Person im Spätsommer 2019 und wurden in eine Interessentenliste aufgenommen. Es vergingen dann ein paar Monate, bis uns eben diese Person Anfang des Jahres telefonisch kontaktierte und sich erkundigte, ob auf unserer Seite noch Interesse bestünde. Daraufhin ging alles ziemlich schnell. Wir trafen uns mit dem Besitzer, der mehrere Grundstücke nebeneinander verkaufte, suchten uns eines aus, besprachen alle wichtigen Eckdaten und entschieden uns final innerhalb von 24 Stunden dafür. Die Interessentenliste war länger als die Anzahl der verfügbaren Grundstücke, sodass wir uns keine lange Bedenkzeit einräumen konnten. Zu diesem Zeitpunkt standen wir noch vor der Covid-19-bedingten Pandemie, durch welche sich die Veröffentlichung des Bebauungsplanes in die Länge zog. Aber mittlerweile ist dieser rechtskräftig und der Entwurf des Kaufvertrags erreichte uns vor ca. 2 Wochen mit der Post. D.h. endlich kann es losgehen.


Wir haben dem verantwortlichen Notar zunächst alle unklaren Punkte genannt und warten nun auf Rückmeldung. Der Kaufprozess ist also noch längst nicht abgeschlossen. Gut für unsere Finanzierung, da das von uns ausgewählte Bauunternehmen aufgrund der guten Auftragslage erst im August nächsten Jahres mit dem Bau beginnen wird. Die Bereitstellungszinsen im Hinterkopf ist jede Verzögerung des Abschlusses der Finanzierung für uns quasi bares Geld. Zur Finanzierung und zur Auswahl eines Bauunternehmens mehr in gesonderten Beiträgen.


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